Aukštaitija NP: mehr als Paddeln

Landgänge im Aukstaitija NP, Teil 1: Häuser!

Wir lieben alte Häuser! In Litauen sind alte Häuser aus Holz (die Plattenbauten und oft unverputzten Kalksandsteinhäuser sind neueren Datums.🤓 Ursprünglich waren die Holzhäuser sicher ohne Panele, also mit sichtbaren timmervägg (massive Bohlen), gebaut. Für die Wohnhäuser gönnte man sich später Panele als Verkleidung, Farbe (fifty shades of green 😍) und filigran verglaste Veranden. Die Verkleidungen um die Fenster sind wie in 🇪🇪🇱🇻🇫🇮 oft weniger schlicht als in 🇸🇪.

Nicht nur hier im NP gibt es sogenannte ethnographische Dörfer, die als gesamtes Ensemble unter Denkmalschutz stehen. Die Höfe haben meist mehrere Nebengebäude (wie in 🇸🇪), am See gerne um eine holzbeheizte Sauna ergänzt. Im Wochenendhaus-Pendelabstand zu Vilnius haben schon viele Häuser und Höfe liebevolle Hände gefunden. Ein Glück: so müssen wir uns nicht als Retter berufen fühlen. Wir könnten schwach werden.😅🥰

Landgänge im Aukstaitija NP, Teil 2: Landschaft!

Das Seensystem um Ginučiai wird durchschnitten von einem langen, schmalen Höhenzug (erinnert und an einen finnischen harju), in dem man mit gutem Willen die Form eines in den Seen liegenden Drachens erkennen kann. Hier haben Menschen schon lange gesiedelt und durch die Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen.

Die Höhen gewürdigt bzw genutzt hat man hier durch einen Aussichtsturm (20. Jhd.), Burghügel (Mittelalter, damals mit Holzpalisaden und -türmen) und eine Sage rund um den Hügel Ladakalnis: von hier aus hat die Großmutter Lada die Erde erschaffen – jetzt markiert durch eine Eiche. Für uns gibts historische Eindrücke, Bewegung / Paddelausgleich, Aussichten über unsere Paddelstrecke…

Der sandige Boden ist Grundlage für magere Wiesen und uns unbekannte Blumen (erinnert uns an die Stora Alvaret auf Öland). So kann man gut Tag 2 der Paddelrunde durch den NP verdaddeln.

Landgänge Teil 3: Essen, Trinken, Schlafen

In Litauen, auch hier im NP, gibt es viele einfache Zeltplätze, stovyklaviete, die mit Feuerstellen und Trissebude ausgestattet auch für motorisierte Camper gedacht sind (wenn die Anfahrt klappt). Viele vom NP oder der Gemeinde zur Verfügung gestellt, manche privat, oft gratis, manchmal für ein paar Euronen und natürlich mit Seezugang. Mehr brauchen wir nicht!

Man kann hier nicht so oft einkehren wie in Südtirol, aber wenn sich die Gelegenheit bietet, sollte man es tun: bei einem kühlen, lokalen Gezapften und bodenständig-handgemachtem Essen (Zepeliniai, Šašlik, Vafliai in Ginučiai,…) etwas Geld in der Region lassen.

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